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Juli / August 2014

Ganz überrascht habe ich heute festgestellt, dass diese Rubrik im Juli leer geblieben ist. Ehrlich gesagt, war mir das gar nicht bewusst. Ich deute dies aber als gutes Zeichen: Ich war – und bin – im Fluss, das heisst total eingenommen von meinem Schaffen, richtiggehend darin versunken. Kreativ sein heisst im Wesentlichen nichts Anderes als „im Fluss sein“. Und „Flow“ nennen wir einen Zustand, der Kreativität ermöglicht. Flow, das Fliessen des Lebens, ist ein Weg zum Glück. Ich geniesse diese Zeit sehr und sehe sie als grosses Privileg, obwohl auch ich nicht gegen die Verpflichtungen des Alltags gefeit bin und immer wieder für meine kreativen Freiräume kämpfen muss. Aber es lohnt sich!

Anselm Grün hat diesen Zustand in seinem Buch „Kraftvolle Visionen gegen Burnout und Blockaden: Den Flow beflügeln“ anschaulich beschrieben: „Flow ist für den ungarischen Psychologen (= Csikszentmihalyi) kein Zauberwort. Flow geschieht immer dort, wo Menschen mit Hingabe und Aufmerksamkeit ihre Arbeit gerne verrichten. Dann geht alles wie von selbst. Das hat er an einer alten italienischen Bäuerin beobachtet, die sich gerne auf ihre Arbeit eingelassen hat, weil die ganze Natur ihr dabei Gesellschaft geleistet hat. Flow bedeutet für Csikszentmihalyi also keine bestimmte psychische Technik oder eine Methode, sondern ein Lebensprinzip, einen Zustand, den man erreichen kann und der beschrieben wird als eine Art mühelose Bewegung in einem Strom von Energie. Es geht da zunächst einmal um Hingabe und Fokussierung auf das, was gerade ist. Immer wenn ich mich mit ganzer Aufmerksamkeit auf das einlasse, was ich gerade tue, fliesst in mir die Energie. Ich gehe dann vollkommen in dem auf, was ich tue, und erfahre eine schöpferische Freiheit. Der Psychologe beschreibt es so: „Das Ego verschwindet, die Zeit fliegt. Jede Handlung, jede Bewegung und alle unsere Gedanken ergeben sich nur aus den vorausgegangenen.“ (…) Sie sind ganz bei sich und ganz bei der Sache.“

   

In letzter Zeit sind vor allem kleinformatige Bilder entstanden. Ganz rechts (Bild links, angeschnitten) ein Triptychon, welches noch seinen „Feinschliff“ erhalten wird.

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