April 2014
Ein guter Nährboden für Kreativität ist dann gegeben, wenn ausreichend Zeit zum Eintauchen in neue Farb- und Formenwelten vorhanden ist, genügend Platz zur Verfügung steht, um sich ausbreiten zu können und – last but not least – der Kopf frei ist für kreative Ideen. Kein Wunder also sind momentan mehrere Bilder miteinander am Entstehen. Judihui!
Bild 1: Ich hatte Lust, ein kleinformatiges Bild (30 x 40 cm) zu gestalten. Interessanterweise wählte ich eine Arbeitsweise, welche sonst eher selten bei mir zur Anwendung kommt: Mit Bleistift und Acrylmarker zeichnete ich Strukturen vor, welche mir spontan in den Sinn kamen. Häufig beginne ich nämlich mit irgendeiner Form, welche ich ausmale, irgendwo auf der Leinwand, ohne dass ich eine klare Vorstellung habe, wie es weitergehen könnte. Hier allerdings gab ich dem Bild von Anfang an eine Grundstruktur. Man ist vielleicht versucht zu denken, dass es fertig sei, doch dem ist nicht so. Für mich stimmt die Komposition noch nicht. Allerdings weiss ich im Moment selber nicht, wie ich zu einem für mich befriedigenden Abschluss komme. Kommt Zeit, kommt Rat – oder eben Eingebung. Ich habe das noch namenlose Bild zur Seite gestellt, und werde es zu einem späteren Zeitpunkt abschliessen.
Unten rechts findet sich übrigens das spiralförmige „O“ von „Originella“. Dieses Symbol wird von nun an auf all meinen Bildern – im Sinne einer „Corporate identity“ oder Unterschrift – entweder auf der Vorder- oder dann ganz bestimmt auf der Rückseite zu finden sein.
Bild 2: Bei Fatima Gilliet besuche ich nun schon den zweiten Acrylmalkurs, bei dem es darum geht, mit verschiedenen Techniken und Materialien zu experimentieren. Strukturpaste, Schnur, Seidenpapier, ein spezielles Gewebe, Acryllack und Bitumen bilden hier wie zufällig eine wilde und ungebändigte Spirale. Die Frage, die sich mir nun stellt, ist, wie ich meinen Malstil mit seinen klaren und definierten Formen und Farben mit diesem unbändigen Element kombiniere, sodass wiederum eine Einheit entsteht.
Bild 3: Ich habe den „Kampf“ gegen die Spiralen aufgegeben und „suhle mich“ nun so richtig in diesen archaischen Formen, welche momentan so ungehemmt aus mir heraussprudeln (wollen). Hier nun hatte ich die Idee, eine Spirale aus Karton zu fertigen und mit dieser Schablone anschliessend ein Bild zu gestalten.
Bilder 4, 5 & 6: Auch wenn die beiden äusseren Bilder den Anschein machen, abgeschlossen zu sein, sind sie es noch nicht, denn wie ich bereits unter „Portrait“ beschrieben habe, ist es eine seltsame und unergründliche Mischung aus Kopf, Herz und Bauch, welche bestimmt, wann ein Werk vollendet ist. Hier nun hat noch keines dieser drei Körperteile zu mir gesprochen und „seinen Segen“ gegeben – geschweige denn, alle drei zusammen…
Bild 5: Unter dem Einfluss meiner Reise in die Südsee ist das Bild „Fiji Taku“ (2010; siehe Galerie → Originella RETRO) entstanden, welches bei uns prominent im Wohnzimmer hängt, und es immer wieder aufs Neue schafft, unsere Gäste in seinen Bann zu ziehen. Obwohl eine Devise von mir eigentlich lautet, keines meiner Bilder zu reproduzieren, sind momentan zwei weitere Schildkrötenbilder am Entstehen, welche explizit für den Verkauf bestimmt sind.